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Raimonds Spogis wurde in Brügge (Belgien) geboren, wuchs in Rheinberg und Münster auf; am Gymnasium Paulinum in Münster legte er das Abitur ab.

 

Seine Gesangsausbildung erhielt Raimonds Spogis durch Prof. Uta Spreckelsen (Münster), Prof. Dr. William Workman (Hamburg) und Prof. Klaus-Dieter Kern (Karlsruhe).

 

Er legte an der Musikhochschule Detmold-Abteilung Münster die

·    Staatliche Musiklehrerprüfung ab,

setzte sein Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bis zum

·    Gesangs-Diplom (mit Auszeichnung) fort,

um es am Institut für Musiktheater der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe mit dem                                                                                                                                  

·    Opern-Diplom abzuschließen.

 

 

Die Ausbildung wurde abgerundet durch viele Kurse und Meisterklassen bei Kurt Widmer, Jessica Cash, Ralph Gothoni, Erik Werba, Mitsuko Shirai und Hartmut Höll, Sena Jurinac, Brigitte Fassbaender, Elisabeth Schwarzkopf, Daniel Ferro, Hilde Zadek, Rudolf Piernay u. Gérard Lesne.

 

Sein reifes Können belegen diverse Auszeichnungen bei Gesangswettbewerben:

·    1. Preis auf Bundesebene beim Bundeswettbewerb Gesang ,  B-Wertung, 1986;

·    3. Preis beim City of London Walther Gruner International Lieder

                        Competition 1991;

·    Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbes 1992;

·    3. Preis beim 1. Internationalen Wettbewerb Concerto delle donne Kassel 1993;

·    1. Preis beim Wettbewerb der Elise-Meyer-Stiftung Hamburg 1993;

·    3. Preis beim XI. Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb 1993

·    2. Preis in der Sektion Bariton/Baß beim Great Grimsby International Singers Competition “The Alec Redshaw Memorial Awards" 1995.

 

 

Als Konzertsänger ist Raimonds Spogis in ganz Deutschland, dem europäischen Ausland und in Israel bei diversen Festivals (u. a. Tage Alter Musik Herne (WDR), MDR-Musiksommer, Rossini in Wildbad, Festival d‘lle de France, Festival d’Ambronay, Festival de Beaune, Leipziger Bachfest ) und mit Dirgenten wie Max Pommer, Sir David Wilkocks, Gérard Lesne, Jean-Claude Malgoire, Thomas Hengelbrock, Ivor Bolton und Pablo Heras-Casado zu hören; dabei interpretiert er Partien in allen gängigen Repertoire-Oratorien sowie auch viele barocke Raritäten (Evangelist in sieben späten Telemann-Passionen, Kantaten und Oratorien von R. Keiser, A. Scarlatti, B. Galuppi)

 

 

Besondere Liebe verbindet Raimonds Spogis mit dem Liedgesang; mit Programmen besonderer literarischer oder thematischer Prägung ( z.B.: Heines “Lyrisches Intermezzo“,Mecklenburgische Lieder, Komponistinnen-Lieder, „Keltische“ Lieder) ist er mit seiner Duo-Partnerin Christiane Dickel Gast beim Musiksommer Mecklenburg-Vorpommern, bei den Wartburg-konzerten des DeutschlandRADlO oder bei der Int. Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart.

 

Mit unterschiedlichsten Partien der frühen Oper ( Nettuno/Pastore in Francesca Caccinis La Liberazione di Ruggiero; Aeneas in Dido and Aeneas von Purcell ), Rollen des klassisch-romantischen Repertoires und der Oper des 20.Jahrhunderts (Sid in Albert Herring, Demetrius in Ein Sommernachtstraum von Britten) ist Raimonds Spogis auf deutschen und französischen Opernbühnen zu Gast.

In der Vergangenheit spielte er unter anderem:                                          

·    Papageno in der Zauberflöte in einer Produktion des Atelier Lyrique  de Tourcoing, die in verschiedenen französischen Theatern (Besancon, Dunkerque, Martigue, Orleans, Rennes, Valenciennes) und auch im Pariser Théatre des Champs Elysées zu sehen war.

·    Figaro im Barbier von Sevilla am Theater der Stadt Koblenz

·    Alcasto im Argenore von Wilhelmine von Bayreuth im Schlosstheater von Sanssouci und im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth,

·    Junius in The Rape of Lucretia von Benjamin Britten an der Opéra de Rennes

·    Bardolf im Falstaff von Antonio Salieri ebenda und in den Theatern von Orleans, Rennes und Clermont Ferrand,

·   Slook in La Cambiale di Matrimonio von Gioacchino Rossini und Alexandre bis von Bohuslav Martinu an der Opéra de Rennes (2003),

·    Bacchus im Streit der vier Jahreszeiten von Reinhard Keiser beim Musikfest Bremen (2003),

·    Claudius im Verführten Claudius von Reinhard Keiser an der Berliner Kammeroper (2003/04),

·    Damon im Neumodischen Liebhaber Damon von G. Ph. Telemann im Stadttheater Wilhelmshaven (2004).

·    Daniel Capuzzi in Zampa oder die Marmorbraut von Hérold am Stadttheater Gießen (2005)

                                      Dr. Falke in der „Fledermaus“ von

                                    JohannStrauss am 

                                    Theater der Stadt Koblenz

·    Pandolfo in Hasses „Il Tutore“ bei den Tagen Alter Musik in Bamberg

·    Demetrius in Keisers „Arsinoe“ an der Berliner Kammeroper

.    Tubaetes in Carl Heinrich Grauns "Pharao Tubaetes" am Ekhof-Theater in Gotha

 

Aufnahmen und Konzertmitschnitte bei zahlreichen Rundfunkanstalten, sowie CD-Produktionen dokumentieren die Vielseitigkeit und die stilistische und technische Flexibilität des Baritons. Jüngst erschienene CDs, bei denen Raimonds Spogis solistisch mitwirkte, sind Aufnahmen von Weihnachtskantaten von Johann Schelle (Kölner Akademie / Willens / CPO) und von Auszügen aus dem "Selva morale e spirituale" von Claudio Monteverdi (Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble / Heras-Casado / harmonia mundi france). 

 

Neben der Ausübung des Gesangs ist Raimonds Spogis auch stets die Vermittlung desselben ein besonderes Anliegen gewesen; seit bereits über fünfundzwanzig  Jahren gibt er sein Wissen an seine Schüler weiter. Momentan unterrichtet er als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, sowie als Gesangslehrer am Landesmusikgymnasium von Rheinland-Pfalz in Montabaur.